
[amazon]
Trentemøller
The Last Resort
Von Anders Trentemöller als gefeiertem Remixer und Club-DJ war mit seinem ersten Longplayer The Last Resort eine Menge erwartet worden, nur nicht "Autorentechno", wie die DeathDiso hüstelnd feststellt.
Bekannt war Trentemöller bislang für das, was Ludwig Coenen für
de:bug die "Essenz von Techhouse" nennt und dort auch gleich die Beschränkungen des Genres aufzeigt, die Trentemöller selbst auch immer wieder in Interviews erwähnt:
"Mir wäre furchtbar langweilig wenn ich die ganze Zeit nur Dance Tracks oder Remixe machen würde; ich würde verrückt werden".
Dringende Gründe also, genau das nicht zu machen- weswegen die vielzitierte Wirkung dann genau so ist, wie z.B. beim Musiktempel oder eternal dancer bschrieben.
Die kompakteste Beschreibung von Vielschichtigkeit und Ingredienzien von The Last Resort kommt nochmal von de:bug's Trentemöller-Reportage:
"Knarzender Schaffel-Beat, dann sanfte Dub-Techno-Variationen, Clicks, Lo-Fi-Melodien und später sogar Scratches. Die Stücke zerfallen beim Hören wie Pusteblumen, verändern und vermischen sich konstant", um den Sound von The Last Resort dann als "Ambient Jazzrock" (Schreck lass nach ;-) zu etikettieren. Was sich wie so oft anders sehen/hören lässt und trotzdem treffend ist. "Flächen zum reinlegen" ergänzt die SZ noch und
hier gibt’s ein vergleichendes Hörerlebnis (im Gegensatz zur Besprechung von Hot Chip auch ohne Spott). Bei Bedarf auch Vorgeschichte vom Zündfunk.
Auch wenn die Clubszene aus irgendwelchen Gründen nicht so publikationsfreudig ist wie die anderen Sektoren, ist Trentemöller's The Last Resort gerade über diese Grenzen hinaus eins der gefeiertesten Alben 2006, das sehr zu Recht in fast allen größeren Jahrescharts auftauchte.
|

