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Nas
Hiphop Is Dead
Noch bevor Nas offiziell in den Läden Hiphop Is Dead verkünden konnte, stellte irgendwo ein listiger Blogger die interessante Frage, woran es eigentlich liegt, dass Nas Album trotz ewiger Vorarbeit 4 Wochen nach dem "Comeback" seines neuen Cheffe rauskommt. Und zwar zu einem Zeitpunkt, wo auch die nicht ganz unwichtigen Jahreslisten 06 allerorten schon geschrieben sind, wie Stefan Szillus am Ende seiner realistischen Besprechung für weknowrap vermerkt.
Ein Schelm, wer dabei an den alten Beef denkt, den ein paar Fans in der Wikipedia in allen Einzelheiten nachzeichnen und der eigentlich mit großem Pathos beigelegt wurde.
Rein pressemäßig dürfte Nas vorn liegen, Hiphop Is Dead genießt Aufmerksamkeit, wie eine Pressekonferenz der Bundeskanzlerin. Könnte sein, dass es an der Durchsage liegt, die dem geneigten Publikum erläutert werden will oder auch an der stets unrealistischen Erwartungshaltung, mit der sich einer rumschlagen muss, der wie Nas einen Meilenstein gesetzt hat.
Treffende Feststellungen zu diesem Problem von delicious und weknowrap (wie schon erwähnt).
Konzept von Hiphop Is Dead und das vielzitierte Hauptproblem erläutert Backspin, der launige Kommentar zum Ansatz kommt in diesem Blog und die anschließende Disko dreht auch um den Rückgriff auf die 90er. Dass Nas ansonsten auch nicht unbedingt derjenige ist, der sich über BlingBling echauffieren müsste wird hier ausgeführt.
Nas selbst verlautbart auf seiner offiziellen Homepage (die die Firma sogleich unter dem Albumtitel geschaltet hat), bzw. via Microsoft Network: "Die meisten Hip Hop Fans wissen nicht was Hip Hop ist. Woher sollen sie also wissen, dass Hip Hop tot ist? Ich bin einfach so frech und behaupte es. Ich habe Spass dabei, weil es sowieso niemand versteht." Kleiner Scherz...
Zum Sound vermerkt allesreal in der gründlichen Besprechung: "Wer bouncen will, ist hier definitiv falsch." Das wird von manchen wie dem Hiphop-Pott oder dem mixtapekritisch gesehen, ob allerdings gleich von Ausschuss (wenn auch nicht wortwörtlich) gesprochen werden oder Nas gleich zu Fergie gestellt werden muss, darf bezweifelt werden.
Insgesamt überwiegt realistische Sympathie wie in der rapcommunity oder bei den hamburger headz.
Mehr Disko gäbe z.B. bei rap.de oder bei
Firma laut.
Der Spiegel hat noch ein Interview und urban ein Track-Listing zum reinhören.
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